Willkommen auf dem größten deutschen verbands­unabhängigen Treffen von Intensiv­medizinern und Pflegenden.

Seien Sie wieder am
23. – 25. Februar 2022 in Bremen dabei!

 
Das Symposium 2021 wurde abgesagt. Mehr dazu im Offenen Brief!

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Offener Brief zur Absage des 31. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege 2021


Liebe Referent*innen,
liebe Teilnehmer*innen,
liebe Aussteller*innen,

Sie alle haben in den letzten Wochen mit Spannung (und sicherlich auch mit steigender Skepsis) auf eine Entscheidung zur Präsenzveranstaltung des Bremer Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege im Februar 2021 gewartet. Wir, das sind die Mitglieder des Programmkomitees, die Vertreter*innen der Veranstalter WIVIM, HCCM sowie CONGRESS BREMEN, hatten am Freitag, den 27.11.2020 eine lange und teilweise emotionale Sitzung, um hier eine in jeder Hinsicht schwierige Entscheidung zu treffen, die letztendlich mit einer doch deutlichen Mehrheit fiel.

Das 31. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege wird im Jahr 2021 nicht stattfinden – weder als Präsenzveranstaltung noch als virtueller Kongress.
Ihnen dies so kurzfristig mitzuteilen, ist nicht leicht, aber unumgänglich und nicht zuletzt auch ein Akt der Fairness und des Respektes. Sie alle haben uns durch Ihre Zusagen bis zuletzt maßgeblich die Stange gehalten, und allein deshalb ist uns sehr wohl bewusst, dass es Ihrerseits neben mancher Erleichterung auch andere Reaktionen wie Enttäuschung, vielleicht auch ein gewisses Unverständnis geben wird. Umso mehr ist es uns ein Bedürfnis, kurz die Kernpunkte der Entscheidungsfindung darzustellen und Ihnen für Ihre Geduld zu danken.

Relativ „einfach“ war das Votum zum Verzicht auf eine Präsenzveranstaltung; eine zeitliche Verschiebung in die zweite Jahreshälfte 2021 wurde auch überlegt, ist aber aus terminlichen Gründen für die Veranstalter nicht umsetzbar. Von vielen Seiten gab es zwar im Voraus bereits Stimmen wie „Das war doch schon lange klar!“, für uns war dies jedoch keineswegs der Fall. Ähnlich wie der Gesetzgeber mit seinen kurzfristigen Entscheidungen zur Beurteilung der Pandemielage in den letzten Monaten immer wieder „auf Sicht“ gefahren ist, haben auch wir bis zuletzt an alternativen Konzepten gearbeitet und mitnichten naiv und passiv auf bessere Zeiten gewartet. Hier gilt unser Dank besonders den Kolleg*innen von CONGRESS BREMEN, die hier unermüdlich geplant haben: enorme Raumvergrößerungen durch Inanspruchnahme zweier weiterer Messehallen, Konzepte zur Wegeführung, Vorkehrungen zur Gewährung vorgeschriebener Abstände, etc. sind nur einige Beispiele. Hinzu kam ein Konzept zur Schnelltestung aller Teilnehmer, das bereits konkret mit potenziellen Unterstützern angestrebt wurde.

Letztendlich sind wir von den akuten Entwicklungen der Pandemielage überrollt worden. Die weiterhin bestehenden, verbindlichen Versammlungseinschränkungen durch den Gesetzgeber sowie aktuelle Dienstreiseverbote für medizinisches und pflegerisches Personal in vielen deutschen Krankenhäusern, die vielerorts bis einschließlich 31.03.2021 ausgesprochen worden sind, sprechen eine deutliche Sprache.
Viel schwieriger war die Entscheidung zum Verzicht auf einen virtuellen Kongress – sei es über den geplanten Zeitraum oder in gekürzter Form. Parallel zu den oben genannten Konzepten von CONGRESS BREMEN für eine Präsenzveranstaltung gab es schon seit vielen Wochen Planungen und konkrete Verhandlungen mit Dienstleistern für einen virtuellen Kongress; viele von Ihnen hatten hierzu bereits Rückfragen bekommen, sei es, dass Sie Aussteller sind oder Referent*in, ob Sie sich auch für ein virtuelles Konzept eine Teilnahme vorstellen könnten. Die grundsätzliche Bereitschaft wurde von vielen bekundet, wofür wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchten, so dass unsererseits bereits Ablaufpläne mit entsprechenden Zeit-Slots erstellt worden sind. Warum also auf etwas verzichten, was technisch und zeitlich möglich wäre? Diese rhetorische Frage weist implizit bereits darauf hin, dass hier andere Gründe für unsere Entscheidung zum Tragen kamen.

Verzicht als Kapitulation? Verpflichtung gegenüber unseren Teilnehmer*innen? Verbindliche Geschäftsplanungen der Industrie?
All diese Fragen haben wir sehr wohl realisiert und lange diskutiert. Und an dieser Stelle bitten wir Sie, zunächst Eines zu bedenken bzw. mit zu berücksichtigen: Die Konsequenzen sind auch für uns teilweise beträchtlich – nicht zuletzt aus ökonomischer Sicht. Ein wesentliches Argument für den gänzlichen Verzicht ist die Tatsache, dass eine breite „online“-Teilnahme an einem virtuellen Kongress als illusorisch betrachtet wird. Wir sprechen immer von „Dienstreiseverboten“, aber in der Realität handelt sich es fast immer um Freistellungsverbote! Das Gros der potenziellen Teilnehmer*innen und Referent*innen wird am Patientenbett gebraucht! Diejenigen, die dienstplanerisch frei haben oder im Rahmen des Schichtdienstes Freiräume in der Tageszeit haben, werden diese vermutlich nur zu einem kleinen Teil dazu nutzen, sich an den Rechner zu setzen, sofern sie grundsätzlich die Möglichkeit im beruflichen Kontext haben sollten.

Das zweite entscheidende Argument ist eher emotional-professionell, aber deshalb nicht weniger tragend: Das Bremer Symposium lebt von der Präsenz, vom direkten fachlichen Austausch, dem Sich-Begegnen und vom fast familiären Miteinander, das haben viele Nachfragen in den letzten Jahren ergeben. Die soziale Komponente ist somit ein wesentlicher Aspekt, der bei einem virtuellen Kongress schlichtweg nicht vorhanden ist und auch kaum ersetzt werden kann. Kurzum: wir sind mehrheitlich davon überzeugt, dass ein virtueller Kongress auch nicht ansatzweise den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen entsprechen würde und kann.

Wie geht es also weiter? Ist dies eine „ersatzlose“ Streichung? Nein, das soll es nicht sein!
Sie sind systemrelevant, das ist unser Credo! Deshalb wollen wir Sie nicht beklatschen, sondern ein anderes/neues Format bis zum nächsten Symposium im Februar 2022 bieten. Wir werden dieses in den nächsten Wochen konkretisieren und an Sie herantragen. Auch wenn es noch zu früh ist, eine genaue Beschreibung zu geben, soll das übergeordnete Ziel sein, unter den maximal unflexiblen Umgebungsbedingungen der Pandemielage, die eine „geballte“ Veranstaltung – ob nun präsent oder virtuell – als unmöglich bzw. ungeeignet erscheinen lassen, umgekehrt eine über das Jahr 2021 gestreckte, dafür kontinuierliche Veranstaltungsreihe anzubieten. Es bleibt also spannend, WIR ZÄHLEN AUF SIE in der Intensivmedizin, in der Intensivpflege und ganz besonders auch in der Industrie, die sich für unser Setting verantwortlich zeigt und einsetzt! Danke! Wir glauben, dass diese Maßnahme so die insgesamt bessere ist und hoffen, auch Sie überzeugen zu können, dass das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege trotz dieses erzwungenen Intermezzos in bewährter Form erhalten bleiben wird – und dafür hätten wir Sie gerne weiter bei uns „an Bord“.

Herzlichen Dank sagen
Ihr Programmkomitee
Prof. Dr. Herwig Gerlach
Ihr WIVIM e.V.
Prof. Dr. Rolf Dembinski
Ihre HCCM
Prof. Dr. Werner Kuckelt
Ihr Team von
CONGRESS BREMEN
Kordula Grimm, Claudia Burgess

Das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege bietet Ihnen viele Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung. Lassen Sie sich von unserem hochwertigen Programm und den renommierten Referenten überzeugen. Bleiben Sie immer auf dem neusten Stand und melden Sie sich zu unseren Newsletter an

 

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